So surfen Sie anonym mit Microsoft Edge: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ich dachte, es wäre hilfreich, kurz zu erklären, wie man im Microsoft Edge privat surft, besonders wenn man keine Spuren auf dem eigenen Rechner hinterlassen möchte. Der Inkognito-Modus ist schnell aktiviert, aber es ist schon erstaunlich, wie viele vergessen, dass man dadurch nicht unsichtbar wird – der Browser speichert lediglich keine Verlaufsdaten, Cookies oder temporäre Daten. Auf manchen Rechnern ist der Umschalter für das private Fenster recht einfach zu bedienen, aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, ihn zu vereinfachen oder sicherer zu gestalten. Außerdem kann es hilfreich sein zu wissen, wo man in den Einstellungen suchen muss, falls etwas nicht funktioniert oder wenn Edge standardmäßig immer im Inkognito-Modus geöffnet werden soll.

So verwenden Sie den Inkognito-Modus in Microsoft Edge

Methode 1: Nutzen Sie die integrierte Verknüpfung für eine schnelle private Browsersitzung

Das ist die einfachste Methode, die fast immer funktioniert. Einfach Ctrl + Shift + Nunter Windows die entsprechende Taste drücken, oder Command + Shift + Nauf dem Mac die entsprechende Taste. Zack, öffnet sich ein neues Fenster im InPrivate-Modus – ein dunkleres Fenster mit dem Hinweis „InPrivate“.Der Vorteil: Verlauf, Cookies und andere temporäre Dateien werden während der Sitzung nicht gespeichert. Wichtig: Ihre Aktivitäten bleiben nicht vor Ihrem Netzwerkadministrator, Internetanbieter oder Vorgesetzten verborgen. Bei manchen Konfigurationen funktioniert diese Tastenkombination nicht sofort – ein Neustart von Edge oder des Computers kann das Problem beheben, aber meistens klappt es zuverlässig.

Methode 2: Öffnen Sie den InPrivate-Modus über das Menü, falls Sie Menüs gegenüber Tastenkombinationen bevorzugen.

Hier geraten viele Nutzer ins Stocken. Um den privaten Modus manuell zu aktivieren, öffnen Sie Ihren Edge-Browser und klicken Sie oben rechts auf die drei Punkte ( Einstellungen und mehr ).Wählen Sie anschließend „Neues InPrivate-Fenster“. Diese Option befindet sich meist ganz oben und ist mit einem kleinen Maskensymbol gekennzeichnet. Ein Klick darauf öffnet sofort ein neues Fenster im privaten Modus – Sie erkennen es am dunkleren Design und dem kleinen „InPrivate“-Symbol in der Ecke. Dies ist hilfreich, wenn Sie keine Tastenkombinationen mögen oder einfach sichergehen wollen, dass Sie die richtige Option wählen. Falls Sie Strg+N gewohnt sind, denken Sie daran, dass Strg+Umschalt+N die Tastenkombination für privates Surfen in Edge ist.

Tipp: Erleichtern Sie sich die Arbeit langfristig mit einer Verknüpfung oder einem Pin.

Wenn Sie ständig im Inkognito-Modus surfen, kann es sinnvoll sein, eine Desktopverknüpfung einzurichten, die Edge direkt im InPrivate-Modus startet. Dazu ändern Sie den Zielpfad der Verknüpfung --inprivatewie folgt:

"C:\Program Files (x86)\Microsoft\Edge\Application\msedge.exe" --inprivate

So öffnet ein Doppelklick auf die Verknüpfung Edge direkt in einer privaten Sitzung – ganz unkompliziert. Wenn Sie das Edge-Symbol an die Taskleiste anheften und per Rechtsklick ein privates Fenster öffnen, sparen Sie sich außerdem den einen oder anderen Klick, falls Sie dies häufiger tun. Beachten Sie jedoch, dass die meisten Erweiterungen im InPrivate-Modus standardmäßig deaktiviert sind – gut für den Datenschutz, aber ärgerlich, wenn Sie Adblocker oder Passwortmanager verwenden.

Bestätigen Sie, dass Sie sich tatsächlich im Inkognito-Modus befinden.

Wenn sich das neue Fenster abgedunkelt und mit der Bezeichnung „InPrivate“ öffnet, ist das Ihr Signal. Die Adressleiste zeigt ebenfalls die InPrivate-Beschreibung an, und das Symbol neben der Adresse sieht aus wie eine Maske oder Brille. Wenn Sie das sehen, herzlichen Glückwunsch – Sie surfen privat. Bedenken Sie jedoch, dass Ihr Internetanbieter oder Ihr Firmennetzwerk weiterhin protokollieren kann, welche Websites Sie besuchen. Es handelt sich also nicht um einen magischen Unsichtbarkeitsumhang, sondern eher um einen lokalen Datenschutz. Manchmal sieht das Fenster anfangs nicht anders aus oder die Bezeichnung ist etwas schwach – laden Sie die Seite neu oder starten Sie Edge neu, dann sollte alles klar sein.

Tipps zum Inkognito-Modus in Microsoft Edge

  • Sie können mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Link auf einer Webseite klicken und „ Link im InPrivate-Fenster öffnen“ auswählen. Das ist praktisch, wenn Sie nur eine Seite privat halten möchten, ohne gleich das gesamte Fenster wechseln zu müssen.
  • Beachten Sie, dass dieser Modus Ihre Aktivitäten nicht vor Ihrem Internetanbieter oder Ihrem Unternehmen verbirgt, wenn Sie sich in einem verwalteten Netzwerk befinden. Diese können weiterhin über die Protokolle Ihres Datenverkehrs nachvollziehen, wo Sie surfen.
  • Heften Sie das Edge-Symbol an Ihre Taskleiste an, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Neues InPrivate-Fenster“, um blitzschnell in den privaten Modus zu wechseln.
  • Die meisten Browsererweiterungen sind hier deaktiviert, um Tracking zu verhindern. Das bedeutet aber auch, dass einige Komfortfunktionen im privaten Modus nicht funktionieren.
  • Sie können eine Desktopverknüpfung erstellen, die Edge immer im privaten Modus öffnet, sodass Sie es nicht jedes Mal manuell auswählen müssen. Passen Sie dazu einfach den Zielpfad an --inprivate.

Häufig gestellte Fragen zum Inkognito-Modus

Ist der InPrivate-Modus dasselbe wie ein VPN?

Nicht ganz. InPrivate verhindert lediglich, dass Ihr Browser Verlauf oder Cookies speichert; es verschlüsselt weder Ihren gesamten Datenverkehr noch verbirgt es Ihre echte IP-Adresse. Ein VPN hingegen verschleiert Ihren Standort und verschlüsselt Ihre Daten, wodurch es für Unbefugte deutlich schwieriger wird, Ihre Daten einzusehen.

Werden mein Arbeitgeber oder meine Schule sehen, was ich tue?

Höchstwahrscheinlich. Sie können den Netzwerkverkehr überwachen, unabhängig vom gewählten Modus. Im privaten Modus werden Daten nur auf Ihrem lokalen Gerät verborgen, nicht vor den Netzwerkadministratoren. Erwarten Sie also nicht, unsichtbar zu sein, wenn Sie überwacht werden.

Speichert Edge heruntergeladene Dateien im Inkognitomodus?

Die Downloads werden zwar nicht im Browserverlauf gespeichert, die Dateien bleiben aber auf Ihrer Festplatte, bis Sie sie manuell löschen. Deshalb ist es ratsam, sensible oder unnötige Dateien zu entfernen, wenn Ihnen Datenschutz wichtig ist.

Kann ich meinen Verlauf wiederherstellen, nachdem ich das private Fenster geschlossen habe?

Nein. Wenn Sie das Fenster schließen, sind Verlauf, Cookies und temporäre Daten endgültig gelöscht. Wie ein unbeschriebenes Blatt – setzen Sie also Lesezeichen, wenn Sie den Überblick behalten möchten.

Warum erhalte ich immer noch standortbezogene Werbung?

Da Websites nicht nur Ihre Cookies, sondern auch Ihre IP-Adresse sehen, können sie selbst im Inkognito-Modus Ihren ungefähren Standort ermitteln. Wenn Sie mehr Privatsphäre benötigen, ist die Kombination von VPN und Inkognito-Modus möglicherweise die beste Lösung.

Zusammenfassung

  • Öffnen Sie Edge oder verwenden Sie Ihre Tastenkombination.
  • Klicken Sie auf die drei Punkte oben rechts.
  • Wählen Sie „Neues InPrivate-Fenster“.
  • Achten Sie auf das dunkle Design und die Bezeichnung „InPrivate“, um dies zu bestätigen.

Zusammenfassung

Das Ausprobieren des privaten Modus ist eine gute Angewohnheit, besonders wenn Sie einen gemeinsam genutzten PC verwenden oder Aktivitäten durchführen, die nicht in Ihrem Browserverlauf gespeichert werden sollen. Bedenken Sie jedoch, dass der private Modus nicht hundertprozentig sicher ist – Ihr Netzwerk oder Ihr Provider kann Ihre Aktivitäten weiterhin verfolgen, und Dateien auf Ihrem Gerät werden nicht einfach gelöscht. Wenn Sie wissen, wie Sie schnell und einfach ein privates Fenster in Edge öffnen, können Sie unbesorgter surfen. Und ehrlich gesagt: Sobald Sie sich an die Tastenkombination oder die Einrichtung eines separaten privaten Startfensters gewöhnt haben, genügen wenige Klicks, wenn Ihnen Ihre Privatsphäre wichtig ist.

Schlussbemerkung

Hoffentlich hilft dieser Ansatz jemandem, ein paar Minuten zu sparen oder versehentliches Datenlecken zu verhindern. Denken Sie daran: Es handelt sich um ein Datenschutztool, nicht um eine Sicherheitslösung. Nutzen Sie es mit Bedacht und bleiben Sie wachsam.