Automatische Browser-Updates sind zwar praktisch, können aber auch lästig sein, wenn eine neue Version Ihre Konfiguration durcheinanderbringt oder Kompatibilitätsprobleme verursacht. Manchmal ist es notwendig, Updates vorübergehend zu verhindern, insbesondere bei der Fehlersuche oder wenn Sie eine bestimmte Version beibehalten möchten. Hier finden Sie eine Übersicht, wie Sie diese versteckten Updates für einige der gängigsten Browser stoppen können – denn natürlich hat jeder Browser seine eigene Methode, Updates unbemerkt zu installieren.
Option 1 – So deaktivieren Sie die automatischen Updates des Chrome-Browsers
Chrome wird im Hintergrund über einen Windows-Dienst namens Google Update aktualisiert. Dieser läuft automatisch im Hintergrund und lädt neue Versionen herunter, was lästig sein kann, wenn man eine ältere Version verwenden möchte. Die Deaktivierung dieses Dienstes ist meist die beste Lösung, auch wenn sie etwas umständlich ist – schließlich muss Windows es einem unnötig schwer machen.
Warum es hilft: Es verhindert, dass Chrome sich im Hintergrund aktualisiert und Ihre Version bleibt erhalten. Dies ist relevant, wenn Chrome-Updates immer wieder neu installiert werden, selbst nachdem Sie ein Rollback durchgeführt oder automatische Updates deaktiviert haben. Chrome sollte sich danach nicht mehr aktualisieren. Möglicherweise ist ein Neustart erforderlich, damit die Änderung vollständig wirksam wird.
Dies trifft zu: Wenn Chrome sich trotz Blockierungsversuchen ständig aktualisiert. Bei manchen Konfigurationen reicht es nicht aus, den Dienst zu deaktivieren; in diesem Fall müssen Sie ihn manuell beenden oder Registry-Einstellungen anpassen.
Was Sie erwartet: Chrome bleibt auf der aktuellen Version, bis Sie manuell ein Update durchführen oder den Dienst erneut aktivieren. Beachten Sie jedoch: Bei längerer Nutzung einer älteren Version können Sicherheitslücken auftreten.
Schritte:
- Drücken Sie die Eingabetaste Win + R, geben Sie „“ ein
services.mscund drücken Sie die Eingabetaste Enter. Dadurch werden die Windows-Dienste geöffnet. Warten Sie, bis diese geladen sind, und suchen Sie nach zwei Einträgen: „Google Updater Service“ und „Google Updater Internal Service“. - Doppelklicken Sie auf die einzelnen Einträge und ändern Sie den Starttyp von „Automatisch“ auf „Deaktiviert“. Klicken Sie auf „Stopp“, um den Prozess sofort zu beenden. Klicken Sie auf „OK“.
- Führen Sie die gleichen Schritte für den anderen Dienst durch – durch Deaktivieren beider Dienste wird verhindert, dass Chrome sich automatisch aktualisiert. Starten Sie den Computer anschließend neu.
Zusätzlicher Hinweis: Falls das nicht geholfen hat, konnten einige Nutzer Erfolg erzielen, indem sie die Registrierung unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Google bearbeiteten und Richtlinien zum Blockieren von Updates erstellten. Denn warum sollte man es sich unnötig einfach machen?
Option 2 – Automatische Browser-Updates für Edge deaktivieren
Edge-Updates erfolgen über einen ähnlichen Windows-Hintergrunddienst namens Microsoft Edge Update Service (edgeupdate). Dessen Deaktivierung kann helfen, aber Edge-Updates können trotzdem unbemerkt installiert werden, sofern Sie nicht auch die Registrierungseinstellungen anpassen.
Warum es hilft: Es behebt das Problem unerwünschter Edge-Updates im Hintergrund, insbesondere beim Testen oder Warten einer bestimmten Version. Es ist dasselbe Prinzip wie bei Chrome, nur eben für Edge.
Wann dies zutrifft: Wenn Edge sich trotz Ihrer Bemühungen, dies hinauszuzögern, immer wieder selbst aktualisiert – insbesondere wenn Sie an einem manuellen Aktualisierungsplan festhalten möchten.
Was Sie erwarten können: Edge sollte auf der aktuellen Version bleiben, aber beachten Sie, dass das Deaktivieren von Updates Sicherheitsrisiken oder Kompatibilitätsprobleme mit neueren Websites verursachen kann.
Schritte:
- Drücken Sie Win + R, geben Sie ein
services.mscund drücken Sie Enter. - Suchen Sie den Microsoft Edge-Updatedienst (edgeupdate) und doppelklicken Sie darauf, um dessen Eigenschaften zu öffnen.Ändern Sie den Starttyp auf „Deaktiviert“ und klicken Sie auf „Beenden“.
- Wiederholen Sie den Vorgang für den Microsoft Edge Update Service (edgeupdatem).
Alternativ können Sie alle Edge-Updates über die Registrierung blockieren: Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\EdgeUpdate und setzen Sie UpdateDefault auf 0„false“.Dadurch versucht Edge nicht, Updates zu installieren, es sei denn, Sie machen die Änderung rückgängig.
Option 3 – Automatische Firefox-Updates deaktivieren
Firefox bietet eine integrierte Option zur Steuerung automatischer Updates in den Einstellungen. Man sollte meinen, das sei ganz einfach, aber manchmal werden Updates trotzdem installiert, wenn man die Einstellungen nicht korrekt anpasst.Ändern Sie die Einstellungen daher direkt in den erweiterten Firefox-Optionen.
Warum das hilft: Firefox bleibt auf Ihrer bevorzugten Version, was besonders nützlich ist, wenn ein kürzliches Update Probleme verursacht oder Sie die Kompatibilität testen. Sie sehen Updates in der Regel, können aber selbst entscheiden, wann Sie sie installieren.
Anwendungsfall: Wenn Firefox-Updates erfolgen, obwohl Sie auf einer bestimmten Version bleiben möchten, oder wenn Sie ungestört auf Fehler testen müssen.
Was Sie erwartet: Firefox sucht nach Updates, installiert diese aber nicht automatisch. Stattdessen wird Ihnen eine Update-Aufforderung angezeigt.
Schritte:
- Öffnen Sie Firefox, klicken Sie auf das Symbol mit den drei Linien oben rechts und wählen Sie dann „Einstellungen“.
- Gehen Sie in der Seitenleiste auf „Allgemein“ und scrollen Sie nach unten zu „Firefox-Updates“.
- Ändern Sie die Einstellung von „ Nach Updates suchen, aber Ihnen die Installation überlassen“ zu „Nach Updates suchen, aber diese nicht automatisch installieren“.
Hinweis: Um automatische Updates in Firefox vollständig zu deaktivieren, müssen Sie möglicherweise die Einstellung „app.update.auto“false in about:config auf „false“ setzen. Beachten Sie jedoch, dass dadurch einige Sicherheitsfunktionen deaktiviert werden könnten.
Option 4 – Automatische Browser-Updates auf dem Mac deaktivieren
Unter macOS unterscheidet sich die Browseraktualisierung je nach Installationsmethode der App – entweder über den Mac App Store oder direkt von der Website. Integrierte Aktualisierungsfunktionen für direkte Downloads werden üblicherweise in den Browsereinstellungen oder über Terminalbefehle gesteuert.
Bei Firefox auf dem Mac ist der Vorgang identisch mit dem unter Windows: Man muss lediglich die automatischen Updates in den Einstellungen deaktivieren.
Öffnen Sie für Chrome das Terminal ( Applications > Utilities > Terminal) und führen Sie folgenden Befehl aus:
defaults write com.google. Keystone. Agent checkInterval 0
Dadurch wird verhindert, dass Googles Updater nach neuen Versionen sucht – eine etwas unsaubere Lösung, aber manchmal funktioniert sie.
Führen Sie für Edge analog dazu Folgendes aus:
defaults write com.microsoft.edgeupdate checkInterval 0
Falls Ihr Browser über den Mac App Store installiert wurde, gehen Sie zu Systemeinstellungen, dann zu Softwareupdate und deaktivieren Sie die Option „App-Updates aus dem App Store installieren“.
Egal welchen Weg Sie wählen, bedenken Sie, dass das Blockieren aller Updates zu Sicherheitslücken führen kann. Gehen Sie daher mit Bedacht vor und aktivieren Sie Updates gegebenenfalls später wieder.