Wer schon einmal einen Bluescreen (BSOD) hatte, weiß, wie frustrierend es sein kann, die Ursache zu finden. Manchmal ist es eine defekte Festplatte, manchmal ein fehlerhafter Treiber oder ein bestimmter Stoppcode wie PFN_LIST_CORRUPT. Ohne die richtigen Tools tappt man meist im Dunkeln. Hier kommt BlueScreenView ins Spiel – ein portables Windows-Tool, das die kleinen Speicherabbilddateien scannt, die Windows nach einem Absturz erstellt, und deren Inhalt anzeigt. Besonders hilfreich bei der Fehlersuche, wenn Abstürze wiederholt auftreten und man genau wissen möchte, was schiefgelaufen ist. Mit BlueScreenView lässt sich herausfinden, welcher Treiber oder welches Modul den Absturz ausgelöst hat, und hoffentlich das Problem beheben, bevor es erneut auftritt.
Das Besondere an BlueScreenView ist, dass es automatisch Dump-Dateien von Ihrem System lädt und Absturzinformationen so anzeigt, dass sie viel leichter zu analysieren sind als die Rohdaten oder der Minidump-Ordner selbst. Sie müssen nichts installieren – einfach die ZIP-Datei entpacken, die ausführbare Datei starten, und das Programm erledigt den Rest. Bei kürzlich aufgetretenen oder häufigen Abstürzen kann Ihnen dieses Tool viel Ärger und Zeit ersparen.
Wie man BlueScreenView verwendet und was zu tun ist, wenn keine Speicherabbilder angezeigt werden
Richten Sie es schnell ein und beginnen Sie mit der Analyse von Abstürzen.
- Laden Sie die ZIP-Datei von der BlueScreenView-Seite von NirSoft herunter. Entpacken Sie sie an einem leicht zugänglichen Ort, z. B.auf Ihrem Desktop oder einem USB-Stick, wenn Sie die Datei mobil nutzen möchten.
- Direkt ausführen
BlueScreenView.exe– keine Installation erforderlich. Es ist ressourcenschonend und portabel, sodass kein Aufwand mit Installationsprogrammen entsteht. - Das Programm scannt automatisch Ihren Standard-Minidump-Ordner ( %SystemRoot%\Minidump, normalerweise C:\Windows\Minidump ) und listet alle kürzlich aufgetretenen Abstürze im oberen Bereich auf.
- Klicken Sie auf einen beliebigen Absturzeintrag, um dessen Details anzuzeigen, darunter Speicheradresse, Fehlercode und den möglicherweise verursachenden Treiber oder das Modul. Es ist überraschend einfach, sobald man den Dreh raus hat.
- Falls Sie auf unbekannte Stoppcodes stoßen oder einen bestimmten Treiber vermuten, gehen Sie im Menü auf Datei → Google-Suche – Bug Check+Driver. Dadurch öffnet sich Ihr Browser mit einer vorausgefüllten Suchanfrage, sodass Sie die Fehlercodes nicht manuell kopieren müssen.
- Möchten Sie Ihre Absturzdaten speichern? Gehen Sie einfach auf Datei → Ausgewählte Elemente speichern und wählen Sie HTML, TXT, XML oder CSV. Praktisch zum Teilen mit dem technischen Support oder zum Protokollieren wiederkehrender Probleme.
Was ist, wenn BlueScreenView keine Speicherabbilddateien anzeigt?
Ja, das kommt manchmal vor – die App öffnet sich, aber die Absturzliste bleibt leer. Normalerweise bedeutet das, dass Windows keine Speicherabbilddateien speichert oder diese sich in einem anderen Ordner als erwartet befinden. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten:
- Öffnen Sie zunächst den Datei-Explorer und prüfen Sie, ob der Ordner %SystemRoot%\Minidump existiert. Dieser befindet sich üblicherweise unter C:\Windows\Minidump. Falls er fehlt oder leer ist, erstellt Windows keine Speicherabbilder.
- Um die Erstellung von Speicherabbildern wieder zu aktivieren, gehen Sie zu Systemsteuerung → System → Erweiterte Systemeinstellungen → Starten und Wiederherstellen → Einstellungen. Wählen Sie unter „Debugging-Informationen schreiben“ die Option „Kleines Speicherabbild (256 KB)“. Speichern Sie die Einstellungen und starten Sie den Computer neu. Beim nächsten Windows-Absturz sollte eine Speicherabbilddatei erstellt werden.
- Wenn Dumpdateien an anderer Stelle gespeichert sind – beispielsweise auf einem anderen Laufwerk oder wenn Sie die Dateien manuell verschoben haben – gehen Sie in BlueScreenView zu Optionen → Erweiterte Optionen und geben Sie an, wo nach Dumpdateien gesucht werden soll, oder wählen Sie einzelne Dumpdateien direkt aus.
Da dieses Tool portabel ist, eignet es sich hervorragend für schnelle Diagnosen, ohne dass Registry-Einstellungen geändert oder etwas installiert werden muss. Wichtig: Ist Ihr Dump-Ordner leer, kann BlueScreenView die Absturzinformationen nicht anzeigen. Die Korrektur dieser Einstellung reicht in der Regel aus, damit zukünftige Abstürze korrekt erfasst werden.
Laden Sie BlueScreenView hier herunter, wenn Sie schnell herausfinden möchten, was einen Bluescreen verursacht hat. Bedenken Sie jedoch, dass die Ursache manchmal nicht sofort ersichtlich ist – sie kann komplex sein oder mehrere Komponenten betreffen. Dennoch hilft Ihnen das Programm, die Rohdaten der Speicherabbilder zu analysieren und die richtige Richtung einzuschlagen.