So verwenden Sie die Aufgabenplanung zur Optimierung der Festplattendefragmentierung in Windows 7 und Vista

Die Defragmentierung unter Windows Vista oder 7 kann ziemlich nervig sein, vor allem wegen der neuen geplanten Aufgaben. Auf manchen Systemen scheint Windows die Defragmentierung automatisch durchzuführen, wenn man nicht hinsieht und es am wenigsten wünscht – was zu Festplattenüberlastung, Leistungseinbußen und vielem mehr führen kann. Wenn man weiß, wie man die Defragmentierung steuert, kann man sich stundenlangen Frust ersparen oder verhindern, dass der Rechner unerwartet ausfällt.

Wie man die automatische Festplattendefragmentierung in Windows Vista/7 zähmt

Anpassen der geplanten Defragmentierung in der Aufgabenplanung

Dies ist die erste Verteidigungslinie. Windows richtet eine geplante Aufgabe ein, ScheduledDefragdie wöchentlich, meist zu einer zufälligen Uhrzeit am frühen Morgen, ausgeführt wird. Sie können diese Aufgabe anpassen oder deaktivieren. Warum ist das hilfreich? Weil Windows diese Aufgabe manchmal unerwartet ausführt, was zu störender Festplattenaktivität führen kann. Um dies zu beheben, öffnen Sie die Aufgabenplanung – klicken Sie einfach auf Start, geben Sie „Aufgabenplanung“ in die Suchleiste ein und drücken Sie die Eingabetaste.

Navigieren Sie im Aufgabenplaner zu:

Aufgabenplanungsbibliothek > Microsoft > Windows > Defragmentieren

Methode 1: Die Aufgabe „ScheduledDefrag“ anpassen oder deaktivieren

  • Doppelklicken Sie in der Liste auf „ScheduledDefrag“. Dadurch öffnet sich das Eigenschaftenfenster. Um die Defragmentierung vollständig zu deaktivieren, klicken Sie einfach auf „ Deaktivieren“. Auf manchen Rechnern bewirkt dies, dass Windows die Defragmentierung nicht mehr automatisch ausführt. Das ist ideal, wenn Sie die Festplattenaktivität während der Arbeitszeit gering halten möchten.
  • Wenn Sie die Funktion beibehalten, aber den Zeitplan besser steuern möchten, gehen Sie zum Tab „Trigger“ und doppelklicken Sie auf den wöchentlichen Trigger. Hier können Sie Tag und Uhrzeit ändern oder die Ausführung je nach Bedarf monatlich oder täglich einstellen.
  • Für eine erweiterte Steuerung können Sie unter „Erweiterte Einstellungen“ festlegen, was passieren soll, wenn die Aufgabe ihren geplanten Zeitpunkt verpasst – z. B.soll sie so schnell wie möglich ausgeführt werden oder nur, wenn der Computer länger als ein paar Minuten im Leerlauf ist.

Profi-Tipp: Sie können auch einstellen, dass es nur im Leerlauf des Computers ausgeführt wird, oder die Wecktimer deaktivieren, um zu verhindern, dass Ihr PC unerwartet aufgeweckt wird.

Methode 2: Erstellen eines benutzerdefinierten Defragmentierungszeitplans

Für volle Kontrolle empfiehlt es sich, einen eigenen Defragmentierungsauftrag von Grund auf zu erstellen. Dies ist nützlich, wenn Sie technisch versiert sind oder Defragmentierungen zu ungewöhnlichen Zeiten oder nur auf bestimmten Laufwerken ausführen möchten. So geht’s:

  1. Öffnen Sie den Aufgabenplaner wie oben beschrieben.
  2. Klicken Sie im rechten Bereich auf „Einfache Aufgabe erstellen“.
  3. Benennen Sie Ihre Aufgabe beispielsweise mit „Wöchentliche Defragmentierung (Benutzerdefiniert)“ und klicken Sie auf „Weiter“.
  4. Wählen Sie „Wöchentlich “ und legen Sie dann den Tag und die Uhrzeit fest, zu der der PC üblicherweise im Leerlauf ist – beispielsweise Sonntag um 3 Uhr morgens. Sie sagen Windows im Grunde: „Hey, führe das aus, während ich schlafe.“
  5. Aktion: Wählen Sie „Programm starten“ und klicken Sie auf „Weiter“.
  6. Programm/Skript: Geben Sie.ein C:\Windows\System32\defrag.exe. Für eine detailliertere Steuerung können Sie Argumente wie hinzufügen, C: /W /U /Vum es auf Laufwerk C mit ausführlicher Ausgabe auszuführen.
  7. Klicken Sie auf „Weiter“, überprüfen Sie die Angaben und klicken Sie dann auf „ Fertigstellen“.
  8. Klicken Sie in der Liste mit der rechten Maustaste auf Ihre neue Aufgabe, wählen Sie „Eigenschaften“, gehen Sie zu „Allgemein“ und aktivieren Sie „Mit höchsten Berechtigungen ausführen“. Stellen Sie außerdem sicher, dass die Aufgabe unabhängig von Ihrem Anmeldestatus ausgeführt wird – andernfalls wird sie möglicherweise nicht ordnungsgemäß ausgeführt.

Wenn Sie sehr penibel auf Protokollierung achten, stellen Sie das Programm/Skript entsprechend ein cmd.exeund fügen Sie in den Argumenten Folgendes hinzu:

/c defrag C: > C:\defrag.log 2>&1

Die Ausgabe wird in eine Textdatei geschrieben, sodass Sie überprüfen können, ob der Vorgang erfolgreich war oder Fehler aufgetreten sind. Beachten Sie, dass Sie für die reibungslose Funktion der Defragmentierung Administratorrechte benötigen.

Was tun, wenn die Defragmentierung Probleme macht oder Sie sie manuell ausführen möchten?

Wenn Sie die automatische Defragmentierung deaktiviert haben, Ihre Festplatte aber trotzdem gelegentlich defragmentieren möchten, starten Sie einfach das integrierte Tool manuell. Unter Vista gehen Sie zu Start > Systemsteuerung > System und Wartung > Verwaltung. Suchen Sie nach „Festplatte defragmentieren“ und doppelklicken Sie darauf. Klicken Sie anschließend auf „Jetzt defragmentieren“.Ganz einfach, oder? Sie können bestimmte Laufwerke auswählen, wenn die Schaltfläche „Volumes auswählen“ angezeigt wird.

Eine manuelle Defragmentierung einmal im Monat (oder öfter, wenn Sie regelmäßig große Dateien verschieben) reicht in der Regel aus, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Bedenken Sie jedoch, dass die Defragmentierung einer großen Festplatte einige Zeit in Anspruch nehmen kann, insbesondere bei starker Fragmentierung. Planen Sie daher entsprechend.

Hinweis: Da Windows die Defragmentierung im Hintergrund durchführen kann (ohne sichtbares Fortschrittsfenster), kann es vorkommen, dass man denkt, der Prozess sei im Leerlauf, obwohl er tatsächlich weiterläuft. Warum das so heimtückisch ist, ist mir ein Rätsel, aber so ist Windows eben.

Wenn Sie Fehler beheben oder vermuten, führen Sie die Datenträgerbereinigung und anschließend den Befehl `chkdsk /f /r` in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten aus. Führen Sie außerdem ` sfc /scannow` aus, um Systemdateien zu reparieren. Ein sauberes System trägt in der Regel zu einer reibungsloseren Defragmentierung bei – keine Überraschung.