So überprüfen Sie den Akkuverbrauch unter Windows 11

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Ihr Laptop-Akku schneller leer ist als erwartet? Manchmal liegt es nicht nur an der Bildschirmhelligkeit oder langen Streaming-Sessions – im Hintergrund lauern versteckte Stromfresser. Windows 11 bietet ein praktisches Tool, mit dem Sie genau sehen können, was Ihren Akku belastet, ganz ohne zusätzliche Apps. Gehen Sie einfach in die Einstellungen, wählen Sie unter System den Bereich Energie & Akku und sehen Sie sich die Akkunutzung an. Die Informationen sind überraschend detailliert und zeigen Ihnen Apps oder Prozesse, die mehr Strom verbrauchen als üblich. Das ist besonders hilfreich, wenn sich Ihr Akku plötzlich schnell entlädt, Sie aber nicht wissen, warum. Wenn Sie diese Informationen kennen, können Sie die Laufzeit Ihres Laptops verlängern. Manchmal ist es nur eine App, die im Hintergrund läuft, oder ein Prozess, den Sie vergessen haben. Wenn Sie wissen, was Ihren Akku leert, können Sie leichter entscheiden, ob Sie Apps schließen, Einstellungen anpassen oder Funktionen wie Bluetooth oder WLAN deaktivieren sollten, wenn Sie sie nicht benötigen. Es ist etwas seltsam, dass Windows all diese Funktionen integriert hat, aber nicht jeder sie findet. Wenn Ihr Gerät also nicht mehr so ​​lange lädt wie früher oder Sie es einfach optimieren möchten, ist dies ein guter Ausgangspunkt.

So zeigen Sie den Akkuverbrauch unter Windows 11 an

Öffnen Sie die Einstellungen-App

Der erste Schritt ist der Zugriff auf die Einstellungen. Klicken Sie dazu auf die Start -Schaltfläche und wählen Sie anschließend das Zahnradsymbol mit der Bezeichnung „Einstellungen“. Alternativ können Sie auch einfach die entsprechende Taste drücken. Fortgeschrittene Benutzer können die Einstellungen über die Suchleiste Windows key + Iaufrufen. Sobald Sie sich in den Einstellungen befinden, navigieren Sie direkt zur Kategorie „System“ – klingt selbstverständlich, aber man kann sich leicht ablenken lassen oder sie übersehen. Dort finden Sie im linken Bereich den Punkt „ Energie & Akku“. Hier erfahren Sie, was im Inneren Ihres Akkus vor sich geht.

Navigieren Sie zu Stromversorgung & Akku

Wenn Sie auf „Energie & Akku“ klicken, gelangen Sie zu den Einstellungen, in denen Windows alle Energiedaten protokolliert. Hier sehen Sie Ihren aktuellen Akkustand in Prozent, die letzte Ladezeit und eine Aufschlüsselung der letzten Nutzung. Scrollen Sie etwas nach unten und suchen Sie nach dem Link oder Button „Akkunutzung “ – genau das benötigen Sie. Bei manchen Systemen sehen Sie möglicherweise ein Diagramm, das den Akkustand der letzten 24 Stunden darstellt. Darunter finden Sie eine Liste der Apps und Systemkomponenten mit ihrem jeweiligen Stromverbrauch. Stellen Sie sich das wie eine Art Mini-Finanzbericht für den Energieverbrauch Ihres Laptops vor.

Profi-Tipp: Die Daten sind manchmal genauer, wenn Sie Ihren Laptop kürzlich vom Stromnetz getrennt oder aufgeladen haben. Wundern Sie sich nicht, wenn die Werte nach einem Neustart oder dem Ruhemodus ungenau erscheinen. Um längerfristige Trends zu erkennen, empfiehlt es sich außerdem, den Zeitraum von 24 Stunden auf 7 Tage umzustellen. Die Daten sind zwar nicht perfekt, aber deutlich besser, als nur zu raten, wo Ihr Akku leer wird.

Weitere Details zum Stromverbrauch anzeigen

Sobald Sie den Akkuverbrauchsbericht aufrufen, sehen Sie, welche Apps oder Prozesse besonders viel Energie verbrauchen. Manchmal läuft eine App, die Sie seit Tagen nicht benutzt haben, immer noch im Hintergrund. In diesem Fall kann die Verwaltung der App-Berechtigungen Abhilfe schaffen. Gehen Sie zu Einstellungen > Apps > Installierte Apps oder Apps & Features, suchen Sie die verdächtige App, klicken Sie auf das Dreipunkt-Menü und wählen Sie Erweiterte Optionen. Dort können Sie die Hintergrundaktivität einschränken oder die Hintergrundaktualisierung deaktivieren. So lässt sich unnötiger Akkuverbrauch schnell reduzieren. Beachten Sie jedoch: Windows reagiert manchmal unerwartet und aktualisiert das Diagramm nicht sofort. Ein Neustart kann daher erforderlich sein, falls etwas nicht stimmt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bildschirmhelligkeit – denn der Bildschirm ist in der Regel der größte Akkufresser. Passen Sie die Helligkeit über das Schnellmenü oder unter Einstellungen > Personalisierung > Anzeige an. Reduzieren Sie sie im Akkubetrieb etwas und prüfen Sie, ob sich dadurch etwas ändert.

Tipps zum Anzeigen des Akkuverbrauchs unter Windows 11

  • Ändern Sie den Zeitraum: Um einen umfassenderen Überblick zu erhalten, wechseln Sie von den letzten 24 Stunden zu den letzten 7 Tagen oder sogar einem Monat. So erkennen Sie wiederkehrende Muster oder ob eine bestimmte App nur gelegentlich Spitzenwerte aufweist.
  • Finden Sie Apps, die unnötig viel Strom verbrauchen: Wenn eine App, die Sie nie wirklich nutzen, trotzdem als stromfressend angezeigt wird, läuft sie möglicherweise im Hintergrund oder hat sich aufgehängt. Beenden oder Deinstallieren kann helfen.
  • Überprüfen Sie die Hintergrundaktivität: Manche Apps scheinen inaktiv zu sein, verbrauchen aber trotzdem viel Akku. Die Verwaltung der Berechtigungen oder das erzwungene Beenden können hier einen großen Unterschied machen.
  • Reduzieren Sie die Bildschirmhelligkeit: Ein klassischer, aber oft übersehener Trick. Helle Bildschirme entladen den Akku schnell, daher sollten Sie die Helligkeit nach Möglichkeit verringern.
  • Peripheriegeräte abklemmen: USB-Geräte, externe Festplatten oder auch Bluetooth-Mäuse können Strom verbrauchen. Trennen Sie alles Unnötige, insbesondere wenn Sie einen ungewöhnlich hohen Akkuverbrauch feststellen.

Häufig gestellte Fragen

Warum entlädt sich mein Akku so schnell?

Es gibt viele Gründe – Hintergrund-Apps, Bildschirmhelligkeit, veraltete Treiber oder einfach ein alternder Akku. Ein Blick auf den Akkuverbrauchsbericht kann helfen, die tatsächlichen Übeltäter unter den Apps oder Prozessen zu identifizieren. Oft ist es nicht nur eine Sache.

Kann ich verhindern, dass Apps im Hintergrund Akku entladen?

Auf jeden Fall. Sobald Sie die stromfressenden Apps identifiziert haben, gehen Sie zu Einstellungen > Apps > Apps & Features. Klicken Sie auf das Dreipunkt-Menü neben einer App, wählen Sie Erweiterte Optionen und deaktivieren Sie die Optionen für Hintergrundaktivitäten oder Hintergrundaktualisierungen. Manchmal funktioniert das einwandfrei, aber nicht immer. Windows führt aus Leistungsgründen immer noch gerne einige Prozesse im Hintergrund aus, daher sollten Sie diese entsprechend einschränken.

Spart das Abschalten von WLAN oder Bluetooth Akku?

Ganz sicher. Beide Funkgeräte suchen ständig nach Netzwerken oder Geräten, was viel Strom verbraucht. Schaltet man sie aus, wenn sie nicht benötigt werden, kann man überraschend viel Energie zurückgewinnen, insbesondere über mehrere Stunden oder einen ganzen Tag hinweg.

Wie genau ist der Akkubericht von Windows 11?

Ziemlich gut. Es basiert auf Echtzeitprotokollen des Stromverbrauchs Ihres Geräts und ist daher für die Fehlersuche und das Verständnis Ihrer Nutzungsgewohnheiten ausreichend genau. Keine perfekte wissenschaftliche Messung, aber genau genug, um größere Probleme zu erkennen.

Was hat es mit dem „System“ bei der Batterienutzung auf sich?

Das sind Windows-eigene Prozesse – Hintergrundprozesse, Hardwareverwaltung, Systemaktualisierungen usw. Normalerweise ist das normal, aber wenn dieser Wert extrem hoch ist, lohnt es sich vielleicht, genauer hinzusehen, was die Systemressourcen so stark beansprucht.

Zusammenfassung

  • Öffnen Sie die Einstellungen und gehen Sie zu Energie & Akku.
  • Scrollen Sie zu „Akkunutzung“ und sehen Sie nach.
  • Identifizieren Sie Apps oder Prozesse, die zu viel Ressourcen verbrauchen

Zusammenfassung

Es ist kein Hexenwerk, herauszufinden, welche Prozesse unter Windows 11 den Akku schnell leeren, aber ein bisschen Ausprobieren ist nötig. Sobald man die Hauptverursacher kennt, lassen sie sich leichter anpassen oder einschränken. Von der Optimierung der Hintergrundberechtigungen bis hin zur Reduzierung der Bildschirmhelligkeit – es geht vor allem darum, aufmerksam zu sein. Ein wenig Aufwand kann die Akkulaufzeit verlängern und das Gerät im Alltag berechenbarer machen. Hoffentlich spart das dem einen oder anderen ein paar Stunden und macht das Akkumanagement verständlicher.