Haben Sie sich jemals gefragt, wo Windows 10 all diese gespeicherten Benutzernamen und Passwörter für Netzlaufwerke, WLAN oder andere freigegebene Ressourcen speichert? Zugegeben, es ist ziemlich nützlich, das zu wissen, besonders wenn Sie Verbindungsprobleme beheben oder gespeicherte Anmeldeinformationen bereinigen möchten. Windows verfügt über den sogenannten Anmeldeinformationsmanager, im Grunde einen sicheren Tresor, in dem all Ihre Anmeldedaten gespeichert werden. Das Schwierige daran ist, dass es nicht immer offensichtlich ist, wie man hineinschaut, ohne etwas zu beschädigen. Daher hier eine kurze Anleitung, die es hoffentlich etwas einfacher macht. Sie müssen den Anmeldeinformationsmanager öffnen, Ihre gespeicherten Anmeldeinformationen durchsuchen und gegebenenfalls veraltete oder nicht mehr benötigte entfernen. Es ist größtenteils ein Klick durch Ihre Systemeinstellungen, aber der Teufel steckt im Detail.
So finden und verwalten Sie Netzwerkanmeldeinformationen in Windows 10
Öffnen Sie die Systemsteuerung
Zuerst benötigen Sie die Systemsteuerung – jenen klassischen Ort, an dem Windows einige wichtige Einstellungen verbirgt. Am schnellsten geht es in der Regel, indem Sie „Systemsteuerung“ in die Suchleiste (neben der Startschaltfläche oder in der Taskleiste) eingeben. Alternativ können Sie mit der rechten Maustaste auf die Startschaltfläche klicken und die Systemsteuerung im Kontextmenü auswählen. Falls Ihre Systemsteuerung Symbole anstelle von Kategorien anzeigt, suchen Sie nach „Anmeldeinformationsverwaltung“ und klicken Sie darauf.
Navigieren Sie zum Anmeldeinformationsmanager.
Sobald Sie die Systemsteuerung geöffnet haben, suchen Sie nach dem Anmeldeinformationsmanager. In der Ansicht mit großen oder kleinen Symbolen wird er möglicherweise direkt in der Liste angezeigt; klicken Sie einfach darauf. Falls nicht, suchen Sie unter Benutzerkonten oder Ähnlichem. Sie versuchen, an die versteckte Schatzkammer der Anmeldeinformationen zu gelangen. Bei manchen Systemen wird er sofort angezeigt, bei anderen müssen Sie möglicherweise etwas suchen – Windows hält solche Dinge gerne geheimnisvoll.
Wählen Sie den Anmeldeinformationstyp aus, den Sie überprüfen möchten.
Im Anmeldeinformationsmanager sehen Sie zwei Hauptregisterkarten: Web-Anmeldeinformationen und Windows-Anmeldeinformationen. Für Netzwerkfreigaben, WLAN und lokale Ressourcen benötigen Sie fast immer den Bereich „Windows-Anmeldeinformationen“.Web-Anmeldeinformationen sind für gespeicherte Passwörter wie die Autovervollständigungs-Einträge Ihres Browsers. Das ist jedoch ein ganz anderes Thema.
Anmeldeinformationen erweitern und anzeigen oder löschen
Klicken Sie auf „Windows-Anmeldeinformationen“, um eine Liste aller gespeicherten Netzwerk-Anmeldeinformationen anzuzeigen. Jeder Eintrag zeigt üblicherweise die Adresse oder den Namen des Netzwerks an. Um die gespeicherten Informationen anzuzeigen, klicken Sie auf den Pfeil neben der Anmeldeinformation. Dadurch werden weitere Optionen eingeblendet. Jetzt wird es etwas ungewöhnlich, aber nützlich: Sie können die Option „Kennwort anzeigen “ auswählen – hierfür ist Ihr Windows-Kennwort zur Bestätigung erforderlich – oder „ Entfernen“, falls die Anmeldeinformation veraltet ist oder Probleme verursacht. Ich habe beobachtet, dass manche Verbindungen nach dem Entfernen alter oder doppelter Anmeldeinformationen besser funktionieren. Es lohnt sich also, dies auszuprobieren, falls etwas nicht wie erwartet funktioniert.
Anmeldeinformationen anzeigen und entfernen
Ein Klick auf „Anzeigen“ zeigt das gespeicherte Passwort im Klartext an. Achtung: Windows fordert Sie zunächst zur Eingabe Ihres Anmeldepassworts auf – eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme. Nach der Bestätigung wird das Passwort angezeigt. Bei manchen Systemen kann es einen Moment dauern, bis das Passwort erscheint, oder es wird ohne die entsprechenden Berechtigungen gar nicht angezeigt. Das Entfernen alter Anmeldeinformationen kann Konflikte beheben, da Windows viele Daten speichert und alte Einträge manchmal die Netzwerkverbindungen stören können.
Praktische Tipps zum Umgang mit Netzwerkzugangsdaten
- Sicherheit hat für uns oberste Priorität – lassen Sie sich nicht von Fremden über die Schulter schauen, wenn Passwörter auf Ihrem Bildschirm erscheinen.
- Wenn Sie Probleme mit dem Netzwerkzugriff beheben, kann das Entfernen und erneute Hinzufügen der Anmeldeinformationen die Verbindung oft aktualisieren – ähnlich wie ein Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen.
- Wichtig: Der Anmeldeinformationsmanager funktioniert nur auf Ihrem lokalen Computer. Wenn Sie ein anderes Gerät verwenden, müssen Sie die Anmeldeinformationen erneut festlegen oder über Ihr Microsoft-Konto synchronisieren.
- Geben Sie Ihre Passwörter oder Windows-Anmeldeinformationen niemals an Dritte weiter – das Risiko ist es nicht wert.
- Überprüfen Sie regelmäßig die Zugangsdaten für Netzwerke oder Dienste, die Sie nicht mehr nutzen, und löschen Sie diese. Es ist ein kleiner, aber lohnenswerter Sicherheitsschritt.
Häufig gestellte Fragen
Warum blendet Windows Passwörter aus, anstatt sie sofort anzuzeigen?
Windows muss Ihre Daten natürlich schützen. Wenn Sie ein gespeichertes Passwort anzeigen möchten, werden Sie – wie von einem Sicherheitsbeamten – zur Eingabe Ihres Anmeldekennworts aufgefordert, bevor Ihnen etwas angezeigt wird. So wird versehentliches Ausspähen oder neugierige Blicke verhindert. Manchmal mag das wie ein zusätzlicher Schritt erscheinen, aber es hat seinen Grund.
Worin besteht der Unterschied zwischen Web-Anmeldeinformationen und Windows-Anmeldeinformationen?
Web-Anmeldeinformationen dienen der Anmeldung bei Online-Websites und Diensten – vergleichbar mit den Passwörtern in Chrome oder Edge. Windows-Anmeldeinformationen hingegen werden für Systemprozesse wie Netzwerkfreigaben, Netzlaufwerke oder WLAN-Netzwerke verwendet, die Anmeldeinformationen erfordern. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Systeme, die jedoch beide sicher im Anmeldeinformationsmanager gespeichert werden.
Kann ich auf den Anmeldeinformationsmanager zugreifen und gespeicherte Passwörter anzeigen, wenn ich mein Windows-Passwort vergesse?
Leider nein. Das Windows-Anmeldekennwort dient hier als Hauptschlüssel. Wenn Sie sich nicht bei Windows anmelden können, bleibt der Anmeldeinformationsmanager gesperrt. Sie müssten Ihr Windows-Kennwort zuerst zurücksetzen, üblicherweise über die Wiederherstellung Ihres Microsoft-Kontos oder, falls es lokal gespeichert ist, mithilfe einer Wiederherstellungs-CD.
Warum steht bei manchen Einträgen „Generische Anmeldeinformationen“?
Dies ist lediglich Windows‘ Art, Anmeldeinformationen zu kennzeichnen, die nicht in klar definierte Kategorien wie Domänenanmeldungen passen. Manchmal betrifft es bestimmte Anwendungen oder Dienste, die Sie nutzen und die nicht den üblichen Regeln folgen, aber dennoch einen Benutzernamen und ein Passwort erfordern. Das ist normal und kein Grund zur Sorge.
Soll ich die alten Netzwerkzugangsdaten löschen?
Ja, das ist generell ratsam. Alte Zugangsdaten stellen ein Sicherheitsrisiko dar – sie könnten ausgenutzt werden, wenn jemand Zugriff auf Ihren PC erlangt. Löschen Sie sie, insbesondere wenn Sie die entsprechenden Netzwerke oder Laufwerke nicht mehr nutzen. Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Zusammenfassung
- Öffnen Sie die Systemsteuerung über die Suchfunktion oder per Rechtsklick auf Start.
- Gehen Sie zum Anmeldeinformationsmanager.
- Navigieren Sie zu Windows-Anmeldeinformationen
- Eintrag erweitern
- Bei Bedarf ansehen oder entfernen.
Zusammenfassung
Zu verstehen, wo Windows 10 Netzwerkpasswörter und Benutzernamen speichert, mag anfangs etwas geheimnisvoll wirken, ist aber recht einfach, sobald man den Dreh raus hat. Der Anmeldeinformationsmanager ist ein einfacher und sicherer Ort, um alte oder problematische Anmeldeinformationen einzusehen, zu aktualisieren oder zu löschen. Das kann Gold wert sein, wenn lästige Netzwerkverbindungsprobleme auftreten. Auf manchen Rechnern müssen Sie Ihre Identität möglicherweise sorgfältig bestätigen, aber im Grunde geht es darum, die Zugriffspunkte Ihres Systems zu kontrollieren. Denken Sie einfach daran, alles zu löschen, was Sie nicht mehr benötigen – so bleibt Ihre digitale Umgebung sicher und übersichtlich. Hoffentlich erspart Ihnen das in Zukunft stundenlanges Grübeln.