Wenn Sie die Akkulaufzeit Ihres Laptops verlängern möchten, sind Sie damit definitiv nicht allein. Laptops gibt es schon ewig, aber ihre Akkus entladen sich trotzdem schneller, als uns lieb ist. Daher lohnt es sich, ein paar praktische Tricks zu kennen. Moderne Notebooks sind in der Regel mit ordentlichen Akkus ausgestattet, aber ein paar Anpassungen der Einstellungen und Gewohnheiten können einen echten Unterschied machen – mehr Energie für lange Meetings oder Reisetage.
Option 1: Verwenden Sie die integrierten Systemtools für das Energiemanagement.
Dies ist wahrscheinlich der einfachste und zuverlässigste Weg, die Akkulaufzeit zu verlängern, ohne Apps von Drittanbietern zu verwenden. Sowohl Windows als auch macOS bieten integrierte Energiesparoptionen. Unter Windows finden Sie diese unter „Energie & Akku“, unter macOS unter „Batterieeinstellungen“.Auf einem Windows-Laptop gelangen Sie folgendermaßen dorthin:
Klicken Sie auf das Batteriesymbol unten rechts und wählen Sie dann „Batterieeinstellungen“. Alternativ finden Sie diese Option auch unter „Einstellungen“ > „System“ > „Stromversorgung & Batterie“.
Dort angekommen, sehen Sie Optionen wie „Energieempfehlungen“.Wenn Sie diese aktivieren, reduziert das System automatisch einige Leistungsaspekte – beispielsweise die Bildschirmhelligkeit und die Hintergrundaktivität.
Stellen Sie im Dropdown-Menü „Energiemodus“ die Option „Optimale Energieeffizienz“ ein. Bei manchen Systemen werden dadurch die CPU-Geschwindigkeit und andere Ressourcen vorübergehend gedrosselt, was die Akkulaufzeit deutlich verlängern kann. Beachten Sie jedoch, dass Ihr System dadurch etwas träge wirken kann, insbesondere bei rechenintensiven Aufgaben.
Option 2: Hintergrund-Apps und -Prozesse beenden
Es mag seltsam klingen, aber Windows und macOS haben deutlich mehr Hintergrundprozesse, als man vielleicht denkt. Dabei handelt es sich um minimierte Apps in der Taskleiste oder Prozesse, die im Hintergrund laufen und wertvolle Akkulaufzeit verbrauchen, selbst wenn man sie nicht aktiv nutzt.
Unter Windows öffnen Sie „Einstellungen“ > „Datenschutz“ > „Hintergrund-Apps“ und deaktivieren unnötige Apps. Oder noch besser: Gehen Sie zu „Einstellungen“ > „System“ > „Akku & Energie“ > „Akkunutzung“. Dort werden alle Apps nach ihrem Stromverbrauch aufgelistet – ideal, um die üblichen Verdächtigen zu finden.
Öffnen Sie anschließend den Task-Manager (Taste + Strg + Ctrl + Shift + Esc) und beenden Sie alle Prozesse, die ständig laufen, aber nicht unbedingt benötigt werden, wie z. B.Update-Apps oder Launcher-Dienste. Vergessen Sie nicht, auch die Autostart-Programme im Task-Manager zu überprüfen – das Deaktivieren einiger Autostart-Apps kann die Akkulaufzeit beim Hochfahren verlängern.
Nebenbei bemerkt: Manche Hintergrund-Apps lassen sich nur schwer beenden, insbesondere nach Systemaktualisierungen oder der Installation von Sicherheitstools. Prüfen Sie einfach, welche Apps viele Ressourcen beanspruchen, und entscheiden Sie dann, ob Sie sie vorübergehend deaktivieren oder schließen möchten.
Option 3: Bluetooth und unnötige Verbindungen deaktivieren
Bluetooth ist ein typischer Stromfresser – es sucht ständig nach Geräten in der Nähe, selbst wenn man es nicht benutzt. Dasselbe gilt für WLAN, wenn man keinen ständigen Internetzugang benötigt. Wenn man alle Geräte ausschaltet, hält der Akku deutlich länger.
Wenn Sie keine Daten- oder Geräteverbindungen benötigen, aktivieren Sie den Flugmodus im Info-Center (klicken Sie auf das Benachrichtigungssymbol und suchen Sie dann nach dem Flugzeugsymbol).Dadurch werden WLAN, Bluetooth und teilweise auch die Ortungsdienste deaktiviert. Bei manchen Laptops können Sie Bluetooth direkt im Geräte-Manager oder über eine Schnellwahltaste im Menü „Einstellungen“ deaktivieren.
Alternativ können Sie unter Windows die Einstellungen öffnen und unter „Geräte“ > „Bluetooth & andere Geräte “ Bluetooth deaktivieren. Dies ist besonders praktisch, wenn Sie sich in einer Besprechung befinden oder einfach nur ein paar Minuten Akkulaufzeit sparen möchten.
Option 4: Achten Sie darauf, dass Ihr Laptop nicht überhitzt.
Ähnlich wie ein Automotor benötigen auch Laptops eine kühle Betriebstemperatur für optimale Leistung. Bei Überhitzung drosseln sie die CPU-Leistung, was den Akku schneller entladen kann, da das System mehr Energie für die Kühlung aufwenden muss.
An einem anstrengenden Tag empfiehlt es sich, den Laptop mithilfe eines Ständers anzuheben oder ihn zumindest auf eine ebene, harte Oberfläche zu stellen – nicht auf ein weiches Bett oder den Schoß, da dies die Luftzirkulation behindert. Durch das Aufstellen des Geräts kann die Wärme besser entweichen.
Und hier noch ein interessanter Fakt: Der Akkuzustandsbericht ist äußerst hilfreich, um den aktuellen Zustand Ihres Akkus zu überprüfen.Öffnen Sie unter Windows die Eingabeaufforderung oder PowerShell und führen Sie den entsprechenden Befehl aus powercfg /batteryreport /output “C:\battery-report.html”. Dadurch wird eine HTML-Datei generiert, die Sie in einem Browser öffnen können und die Informationen zu Akkuverschleiß, Ladezyklen und mehr anzeigt.
Ich habe keine Ahnung warum, aber manchmal hilft ein aktueller Bericht, um festzustellen, ob die Batterie einfach nur verschlissen ist oder ob andere Probleme unerwartet viel Strom verbrauchen. Glaub mir, ein Blick lohnt sich.
Bedenken Sie: Manche dieser Verbesserungen mögen wie kleine Schritte erscheinen, aber in der Summe machen sie einen großen Unterschied. Ich weiß nicht genau warum, aber auf manchen Rechnern bleiben diese Einstellungen nach ein oder zwei Neustarts besser erhalten und zeigen tatsächlich Wirkung.
Zusammenfassung
- Aktivieren Sie die Energiesparmodi in den Systemeinstellungen.
- Schließen Sie unnötige Hintergrund-Apps und deaktivieren Sie Autostart-Programme.
- Schalten Sie Bluetooth und WLAN aus, wenn sie nicht benötigt werden.
- Verwenden Sie einen Ständer oder verbessern Sie die Luftzirkulation, um die Temperaturen niedriger zu halten.
- Prüfen Sie Ihren Batteriezustandsbericht, um weitere Informationen zu erhalten.
Zusammenfassung
Im Grunde ist es eine Mischung aus cleveren Tastenkombinationen und altbewährten Gewohnheiten. Probieren Sie sie einfach mal aus, und Sie werden feststellen, dass Ihr Laptop deutlich länger durchhält. Denn Windows und macOS machen solche Dinge nicht gerade intuitiv, daher ist oft etwas Herumprobieren nötig. Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden.