Kommt Ihnen Ihr Windows 7-Rechner auch so langsam vor, vor allem, wenn er früher so flüssig lief? In 90 % der Fälle liegt es einfach an Datenmüll – unzähligen temporären Dateien, Überbleibseln von Downloads, alten Systemprotokollen und vielleicht sogar veralteten Windows-Updates. Aber keine Sorge, Sie brauchen kein Genie, um das alles loszuwerden. Windows 7 hat ein integriertes Tool namens Datenträgerbereinigung, das ziemlich einfach zu bedienen ist. Manchmal wird es aber übersehen oder man weiß nicht, wo man anfangen soll. Diese Anleitung soll Ihnen die Sache erleichtern. Sobald Sie den Dreh raus haben, ist es eine einfache Möglichkeit, Speicherplatz freizugeben, die Geschwindigkeit zu erhöhen und Ihren PC wieder etwas geräumiger wirken zu lassen.
So führen Sie die Datenträgerbereinigung unter Windows 7 aus
Finden Sie den Weg zur Datenträgerbereinigung (sie befindet sich zwar in den Menüs, ist aber überraschend einfach zu finden, sobald man weiß, wo sie ist).
Um zu beginnen, öffnen Sie das Startmenü – das runde Windows-Logo unten links. Navigieren Sie dort zu „ Alle Programme“ > „Zubehör“ > „Systemprogramme“. Alternativ können Sie natürlich auch einfach auf „Start“ klicken, den Suchbegriff Disk Cleanupin die Suchleiste eingeben und die Eingabetaste drücken. Das ist oft schneller, wenn Sie Tastenkombinationen gewohnt sind. Manche bevorzugen jedoch die manuelle Navigation. Nach ein paar Klicks sehen Sie die Datenträgerbereinigung. Klicken Sie darauf. Sie werden dann gefragt, welches Laufwerk Sie bereinigen möchten. Normalerweise ist das Ihr C:-Laufwerk – das Hauptlaufwerk, auf dem Windows installiert ist und sich die meisten Datenreste ansammeln.
Wählen Sie Ihr Laufwerk aus und lassen Sie es scannen (der Teil, in dem es sozusagen herausfindet, was Müll ist).
Wählen Sie Ihr Laufwerk aus und klicken Sie auf OK. Das Tool führt dann einen Schnellscan Ihres ausgewählten Laufwerks durch – quasi einen digitalen Frühjahrsputz. Das kann etwas dauern, besonders wenn Ihr Laufwerk groß oder voll ist. Schließen Sie währenddessen am besten alle anderen Anwendungen, um den Vorgang zu beschleunigen und zu verhindern, dass Dateien verwendet werden – Windows wird es Ihnen danken, und auch die Bereinigung verläuft reibungsloser.
Entscheiden Sie, was Sie löschen möchten (der spaßige Teil – oder der nervenaufreibende Teil, wenn Sie paranoid sind).
Nach Abschluss des Scans wird Ihnen eine Liste der entfernbaren Dateitypen und deren Speicherplatzbedarf angezeigt. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen neben Kategorien wie „Temporäre Internetdateien“, „Papierkorb“ und „Temporäre Dateien“.Seien Sie vorsichtig mit alten Windows Update-Dateien – sofern Sie nicht Ihre Rollback-Optionen deaktivieren möchten, können Sie diese in der Regel bedenkenlos löschen. Für eine gründlichere Bereinigung klicken Sie unten auf Systemdateien bereinigen. Dadurch wird der Scan mit Administratorrechten neu gestartet und weitere versteckte Dateien gefunden, darunter alte Systemprotokolle und Überreste der Windows-Installation. Führen Sie diese Schritte gelegentlich durch, um Daten zu entfernen, die man leicht vergisst.
Überprüfen, bestätigen und bereinigen (der letzte Schliff)
Nachdem der Tiefenscan abgeschlossen ist, überprüfen Sie Ihre Auswahl. Wenn Sie sich unsicher sind, bewegen Sie den Mauszeiger über die Kategorien oder klicken Sie darauf, um eine Beschreibung der zu löschenden Dateien zu erhalten. Klicken Sie anschließend auf „OK“ und bestätigen Sie mit „Dateien löschen“.Windows löscht nun alle ausgewählten Dateien. Dies kann je nach Datenmenge einige Minuten dauern. Nach Abschluss des Vorgangs steht Ihnen wieder mehr Speicherplatz zur Verfügung und Ihr Computer ist etwas schneller.
Tipps, falls es danach etwas schleppend zugeht
- Führen Sie immer die Option „Systemdateien bereinigen“ aus, um gründlich aufzuräumen, insbesondere wenn Sie Gigabytes an alten Update-Dateien freigeben möchten.
- Vergessen Sie nicht, den Papierkorb zu leeren – die darin befindlichen Dateien belegen weiterhin Speicherplatz, bis Sie sie endgültig löschen.
- Planen Sie diese Aufräumaktion regelmäßig ein, beispielsweise einmal im Monat, damit Ihr PC schlank bleibt.
- Durch das Schließen aller Apps vor dem Ausführen der Datenträgerbereinigung werden Störungen minimiert und der Vorgang beschleunigt.
Häufig gestellte Fragen – Was Sie sich vielleicht fragen
Was genau entfernt die Datenträgerbereinigung?
Es löscht temporäre Internetdateien, Cache, Systemfehlerprotokolle, alte Windows-Update-Dateien, heruntergeladene Programmdateien und alles im Papierkorb. Es ist darauf ausgelegt, einfach und sicher zu löschende Daten zu entfernen, die sich schnell ansammeln.
Ist das Löschen all dieser Dateien sicher?
Im Großen und Ganzen ja. Die Datenträgerbereinigung ist ziemlich intelligent und schlägt nur Dateien vor, die gefahrlos gelöscht werden können. Sie wird weder das gesamte System löschen noch wichtige Daten entfernen. Sollten Sie dennoch auf eine unbekannte Kategorie stoßen, fahren Sie mit dem Mauszeiger darüber oder lesen Sie die Beschreibung – Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Wie oft sollte dies erfolgen?
Ehrlich gesagt reicht es für die meisten Leute, das einmal im Monat zu machen. Wenn Sie viele Dateien herunterladen oder zahlreiche Programme installieren/deinstallieren, ist es vielleicht besser, dies alle zwei bis drei Wochen zu tun, um zu verhindern, dass sich unnötig Daten ansammeln.
Wird die Datenträgerbereinigung meinen PC beschleunigen?
Es steigert zwar nicht zufällig die CPU- oder RAM-Leistung, aber das Löschen der Gigabytes an unnötigem Datenmüll kann Windows flüssiger laufen lassen, Anwendungen schneller laden und sogar die Startzeit verkürzen. Hauptsächlich, weil das Betriebssystem dadurch mehr Kapazität hat, anstatt sich ständig durch Datenmüll zu kämpfen.
Gibt es etwas, das ich versehentlich löschen könnte, aber nicht sollte?
Die meisten Vorschläge der Datenträgerbereinigung sind unbedenklich. Seien Sie jedoch vorsichtig mit den „Alten Windows-Update-Dateien“ – diese ermöglichen es Ihnen, bei Bedarf zu einer früheren Version zurückzukehren. Löschen Sie diese nur, wenn Sie sicher sind, dass Sie die vorherige Version nicht mehr benötigen. Ansonsten können Sie sie bedenkenlos entfernen, und es wird dadurch viel Speicherplatz freigegeben.
Zusammenfassung
Wenn Ihr Windows 7-Rechner langsamer als gewöhnlich ist, kann eine gründliche Datenbereinigung Abhilfe schaffen. Es ist wie das Ausmisten einer Schublade – das System wirkt dadurch viel flüssiger und reagiert schneller. Manchmal genügen schon wenige Klicks in der Datenträgerbereinigung, und Ihr PC läuft plötzlich wieder wie neu. Eine gute Möglichkeit, alles reibungslos am Laufen zu halten, ohne viel Geld auszugeben oder fragwürdige Software zu installieren.
Zusammenfassung
- Öffnen Sie das Startmenü und suchen Sie nach „Alle Programme“ > „Zubehör“ > „Systemprogramme“ > „Datenträgerbereinigung“.
- Wählen Sie Ihr Laufwerk (normalerweise C:) aus und lassen Sie es scannen.
- Überprüfen und markieren Sie die zu löschenden Kategorien.
- Optional: Klicken Sie auf „Systemdateien bereinigen“, um eine zusätzliche Bereinigung durchzuführen.
- Überprüfen Sie Ihre Auswahl, klicken Sie dann auf OK und bestätigen Sie das Löschen.
- Wiederholen Sie dies monatlich, um Ihren PC in einem guten Zustand zu halten.