Manchmal fühlt sich das Verfolgen der neuen VS Code-Updates eher wie ein Kampf gegen Windmühlen an als wie eine echte Produktivitätssteigerung. Neue Funktionen werden zwar eingeführt, aber nicht immer ausreichend erklärt, oder sie bringen Macken mit sich, bei denen man sich fragt, ob die Entwickler sie überhaupt in realen Umgebungen getestet haben. Wenn es Ihnen wie mir geht, möchten Sie verstehen, was sich wirklich lohnt und wie Sie diese Neuerungen in Ihren Workflow integrieren können, ohne alles durcheinanderzubringen. Daher hier ein kurzer Überblick über die Highlights von VS Code 1.117 – was ist neu, welche Fehler könnten noch vorhanden sein und wie Sie das Beste daraus machen, ohne sich die Haare zu raufen.
Die neuen Funktionen von VS Code 1.117
Kommen wir nun zu einigen der wichtigsten Neuerungen dieser Version. Manche davon dürften vor allem für Unternehmenskunden oder Sicherheitsexperten interessant sein; andere erleichtern einfach den Arbeitsalltag. Aber Achtung: Einige Funktionen sind noch etwas eingeschränkt oder nicht ganz ausgereift. Trotzdem ist es gut zu wissen, was die Neuerungen bieten, damit Sie nicht den Anschluss verpassen, wenn Ihre Kollegen über BYOK oder Terminal-Tabs sprechen.
Bringen Sie Ihren eigenen Schlüssel für Unternehmen mit.
Diese Funktion, die sich kompliziert anhört, aber eigentlich ganz einfach ist, ermöglicht es Unternehmen, ihre eigenen API-Schlüssel zu verbinden – vergleichbar damit, Ihrem Team die privaten Schlüssel für Modelle von Google, Ollama, OpenRouter oder OpenAI zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, die Compliance zu verbessern, Kosten zu sparen oder die Performance zu steigern, indem man sich nicht ausschließlich auf die integrierten Optionen von VS Code verlässt. Kurz gesagt: Wenn Ihr Unternehmen über ein Abonnement oder eine benutzerdefinierte API-Konfiguration verfügt, können Ihre Administratoren diese Schlüssel einbinden und Modelle direkt im Chatfenster von VS Code verwenden.
Warum ist das wichtig? Nun, es bedeutet mehr Kontrolle darüber, welche Modelle verwendet werden, insbesondere wenn Ihr Team mit sensiblen Daten oder teuren API-Aufrufen arbeitet. Wichtig: Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert, Sie müssen also nicht sofort in den Menüs suchen. Beachten Sie jedoch, dass sie nur für den Chat gilt, nicht für Inline-Vorschläge oder Codevervollständigung. Wenn Sie Repository-Indexierung oder zusätzliche Abfragen durchführen möchten, benötigen Sie weiterhin die Copilot-Service-APIs – erwarten Sie also nicht, dass diese Funktion plötzlich alle Möglichkeiten freischaltet.
Bei manchen Konfigurationen kann die Aktivierung dieser Funktion zu leichten Verzögerungen oder Verbindungsproblemen führen, wenn die API-Schlüssel oder das Netzwerk nicht optimal konfiguriert sind. Ein Neustart von VS Code oder eine erneute Authentifizierung behebt das Problem in der Regel. Denn natürlich muss VS Code es unnötig kompliziert machen.
Terminalverbesserungen
Das ist keine bloße Spielerei – es ist eine echte Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit. Bisher war das Starten der GitHub Copilot CLI aus verschiedenen Terminalprofilen etwas unzuverlässig; manchmal startete sie einfach nicht richtig, wenn man nicht das Standardprofil auswählte. Jetzt funktioniert sie aus jedem Profil heraus, was zwar nur ein kleiner Vorteil ist, aber die Arbeit deutlich erleichtert, wenn man mit mehreren Terminals oder Shells (wie PowerShell, Bash oder Zsh) arbeitet.
Außerdem verbessert das Update die Shell-Erkennung. Anstatt dass alles nur als „Node“ angezeigt wird, werden Befehle für Copilot CLI, Google Gemini und andere Modelle korrekt identifiziert. Das macht das Umschalten und die Fehlersuche deutlich einfacher. Mir ist aufgefallen: Wenn Sie mitten in einem länger laufenden Prozess sind, zeigt VS Code den Befehlsstatus jetzt direkt im Chatfenster an. Sie müssen also nicht mehr zwischen Terminal und Chat hin- und herwechseln, um zu sehen, ob Ihr Skript abgeschlossen ist.
Das ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es auf manchen Systemen noch etwas fehlerhaft ist oder die Aktualisierung etwas dauert. Trotzdem ist es einen Versuch wert, falls Sie Terminalprobleme stören.
Bessere Chats
Die Chat-Reaktionsfähigkeit wurde deutlich verbessert – Halleluja! Anstatt auf das Laden aller Antworten auf einmal zu warten, werden Chats nun schrittweise angezeigt. Dadurch erscheinen die Antworten schneller und wirken natürlicher. Es ist fast so, als würde man einen Live-Blog lesen, anstatt eine riesige PDF-Datei zu erhalten.
Eine weitere coole Funktion ist das Puffern: Wenn inkrementelles Rendern nicht zusagt oder nicht richtig funktioniert, werden die Antworten nach und nach angezeigt, während sie im Hintergrund gepuffert werden. Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, warum es so lange gedauert hat, diese Funktion einzuführen, aber sie ist wirklich hilfreich. Man kann sogar den Animationsstil anpassen – einschieben oder einblenden –, was zwar nett ist, aber hauptsächlich ästhetischen Zwecken dient.
Bei einigen Konfigurationen kommt es noch zu leichten Verzögerungen bei den Antworten oder das Puffern wirkt abgehackt, aber insgesamt ist es definitiv ein Upgrade für alle, die es satt haben, ewig auf Chat-Antworten zu warten.
Verbesserungen an Agenten
Die VS Code Agents App befindet sich noch in der Vorschauphase – exklusiv für Insider –, aber einige praktische Verbesserungen erleichtern die Arbeit damit. Sitzungen sind jetzt übersichtlicher nach den letzten Aktivitäten organisiert, wodurch die Verwaltung mehrerer Projekte deutlich einfacher wird. Auch die Benutzeroberfläche wirkt nun deutlich eleganter – endlich sieht sie nicht mehr wie ein Platzhalter aus.
Die Bearbeitung und Änderung direkt im Code wurde ebenfalls verbessert, sodass Änderungen an den Agentenkonfigurationen leichter erkennbar sind. Zugegeben, aktuell ist dies eher eine Nischenfunktion, aber beim Testen von Agenten ist die einheitliche visuelle Darstellung eine willkommene Erleichterung.
Sprachverbesserungen
Das Update aktualisiert TypeScript auf Version 6.0.3 – für die meisten wahrscheinlich keine bahnbrechende Neuerung, aber Fehlerbehebungen in der Lieblingssprache sind immer willkommen. Einige Nutzer berichten von einer etwas reibungsloseren Typüberprüfung und weniger Fehlalarmen. Doch ehrlich gesagt, sofern man nicht tief in die TypeScript-Welt eintaucht, dürfte der Unterschied kaum spürbar sein.
Alles in allem bietet VS Code 1.117 einige nützliche Verbesserungen, insbesondere für Nutzer von Chat-, Terminal- oder Sicherheitsfunktionen. Vieles wirkt aber noch etwas experimentell oder unausgereift – als ob Potenzial vorhanden wäre, aber vielleicht noch nicht ganz ausgereift genug für den produktiven Einsatz. Achten Sie auf Fehler und Besonderheiten, denn manchmal bringen solche Updates mehr Probleme mit sich, als sie beheben.