So diagnostizieren und reparieren Sie Ihre Seagate- oder Maxtor-Festplatte mit SeaTools

Der Besitz einer Seagate- oder Maxtor-Festplatte ist weit verbreitet, und ja, diese Festplatten sind im Allgemeinen zuverlässig. Manchmal werden sie jedoch einfach nicht erkannt oder verhalten sich merkwürdig, insbesondere wenn Ihr System sie nicht richtig erkennt. Hier erweist sich SeaTools als Retter in der Not – oder zumindest als nützliches Hilfsmittel zur Fehlerbehebung. Es wird hauptsächlich von Seagate entwickelt und ist daher für Seagate- und Maxtor-Festplatten optimiert, funktioniert aber auch mit anderen Marken. Hauptsächlich hilft es dabei herauszufinden, ob Ihre Festplatte defekt ist, kurz vor dem Ausfall steht oder ob es sich nur um Softwareprobleme handelt. Nach der Installation können Sie je nach Fehlerursache verschiedene Tests durchführen. Wenn Ihre Festplatte nicht erkannt wird oder Sie Datenbeschädigung befürchten, liefert SeaTools in der Regel einen guten ersten Eindruck. Ziel ist es, einige Schnellscans durchzuführen, den Festplattenbericht zu prüfen und dann zu entscheiden, ob eine Garantiereparatur (RMA) erforderlich ist oder ob Sie mit anderen Tools tiefergehende Untersuchungen durchführen müssen. Bedenken Sie jedoch, dass manche Probleme – wie beispielsweise ein physischer Defekt – nicht durch Software behoben werden können. Es geht eher um die Diagnose und gegebenenfalls die Neuzuordnung defekter Sektoren, nicht um die Reparatur eines beschädigten Lesekopfs oder einer defekten Festplatte. Manchmal wird Ihr Laufwerk aber trotz all dieser Maßnahmen in SeaTools nicht angezeigt. Das ist ärgerlich, besonders bei internen Laufwerken oder solchen in einem schwer zugänglichen USB-Gehäuse. Ziehen Sie nicht voreilig Schlüsse – versuchen Sie die folgenden Schritte zur Fehlerbehebung bei Erkennungsproblemen, bevor Sie von einem Hardwaredefekt ausgehen.

So beheben Sie Probleme mit nicht erkannten Seagate- oder Maxtor-Festplatten mithilfe von SeaTools

Probieren Sie verschiedene USB-Anschlüsse und Kabel – ja, schon wieder.

  • Es ist ein Klassiker, aber defekte Kabel oder zu schwache USB-Anschlüsse sind häufige Ursachen. Wenn Ihre externe Festplatte nicht erkannt wird, tauschen Sie das Kabel aus oder schließen Sie sie direkt an einen anderen Anschluss an, idealerweise an der Rückseite Ihres Desktop-PCs oder an einen aktiven USB-Hub. Manche Billigkabel sind einfach nicht ausreichend, insbesondere bei externen Festplatten, die eine konstante Stromversorgung benötigen. Normalerweise zeigt die Festplatte kurzzeitig Lebenszeichen oder wird von anderen Geräten erkannt, wenn das Problem an einem Kabel oder Anschluss liegt.

Unterschätzen Sie niemals die Leistung – überprüfen Sie Ihr Gehäuse

  • Manche Gehäuse benötigen eine eigene Stromversorgung, insbesondere beim Testen größerer, rotierender Festplatten. Stellen Sie sicher, dass das Gehäuse angeschlossen und eingeschaltet ist und die Festplatte vollständig hochgefahren ist, bevor Sie SeaTools starten. In einem Fall wurden Festplatten nicht erkannt, weil die Stromverbindung locker war oder das Netzteil des Gehäuses defekt war. Windows und SeaTools können eine Festplatte natürlich nicht erkennen, wenn sie nicht ausreichend mit Strom versorgt wird.

Führen Sie die Datenträgerverwaltung aus – diskmgmt.msc

  • Drücken Sie Windows key + Rdie Eingabetaste, geben Sie „diskmgmt.msc“ ein und drücken Sie die Eingabetaste. Wenn Ihr Laufwerk hier, aber nicht in SeaTools angezeigt wird, liegt das Problem möglicherweise daran, wie die USB-zu-SATA-Brücke (oder die Schnittstelle Ihres Gehäuses) das Laufwerk für die Software zugänglich macht. Manche Gehäuse gewähren einfach keinen vollständigen Zugriff – das ist eine bekannte Einschränkung. Die Anzeige in der Datenträgerverwaltung bestätigt jedoch zumindest, dass das Laufwerk auf einer niedrigeren Ebene erkannt wird.

Führen Sie SeaTools als Administrator aus – ernsthaft!

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die SeaTools-Verknüpfung und wählen Sie „ Als Administrator ausführen“. Berechtigungen können den Zugriff auf bestimmte Laufwerksprotokolle oder Statusberichte blockieren. Auf manchen Rechnern wird das Laufwerk nach diesem Schritt in der Liste angezeigt, obwohl es vorher nicht vorhanden war. Es ist ein schneller Versuch, der aber erstaunlich oft funktioniert.

Verwenden Sie SeaTools Bootable, wenn alles andere fehlschlägt.

  • Wenn Windows das Laufwerk einfach nicht erkennt, ist die bootfähige USB-Version von SeaTools die beste Lösung. Sie erstellen damit einen bootfähigen USB-Stick – Windows ist nicht erforderlich – und führen die Diagnose direkt auf der Hardware durch. Das ist besonders nützlich für Systemlaufwerke oder Laufwerke, die in ungewöhnlichen Gehäusen angeschlossen sind, welche die Diagnosebefehle blockieren. Laden Sie SeaTools von der offiziellen Seagate-Seite herunter. Folgen Sie einfach den Anweisungen, um einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen, starten Sie den Computer davon und prüfen Sie, ob das Laufwerk erkannt wird.

Achtung: Manche USB-Bridge-Chips in externen Gehäusen blockieren bestimmte ATA-Befehle. Selbst wenn die Festplatte also in Ordnung ist, kann SeaTools „Nicht erkannt“ anzeigen – ärgerlich, aber nicht unbedingt ein Hinweis auf einen Defekt. Für optimale Ergebnisse sollten Sie die Festplatte aus dem Gehäuse ausbauen und direkt per SATA an einen Desktop-PC anschließen. Das ist in der Regel der einfachste Weg, um den Zustand der Festplatte zu überprüfen.